Die durch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KV Sachsen) unmittelbar nach der Amokfahrt in Leipzig eingeleiteten Maßnahmen haben wirkungsvoll und schnellstmöglich gegriffen.

Dank der schnellen Aktivierung bestehender Versorgungsstrukturen, des hohen Engagements niedergelassener Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie einer engen Koordination innerhalb kürzester Zeit konnten zahlreiche Betroffene frühzeitig unterstützt und in Behandlung vermittelt werden.

Bereits wenige Stunden nach dem tragischen Ereignis am Montag, dem 4. Mai 2026, hat die KV Sachsen Sonderrufnummern für die Plattform 116117 eingerichtet, zusätzliche personelle Kapazitäten aktiviert und die Vermittlungsstrukturen angepasst. Ziel war es, Betroffenen, Angehörigen und Hilfesuchenden schnell und niedrigschwellig professionelle Unterstützung anzubieten.

Die nun vorliegende Bilanz zeigt eindrucksvoll die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen:

  • Bereits am 4. Mai 2026 ab 19:00 Uhr standen zwei Beraterärzte kontinuierlich für die Koordination und Beratung zur Verfügung.

  • Innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem Ereignis konnten bereits Kapazitäten für 74 Behandlungstermine bereitgestellt werden.

  • Bis zum 13. Mai 2026 wurden 41 von insgesamt 45 vermittelten psychotherapeutischen Terminen bereits durchgeführt.

  • Die eingerichteten Sonderrufnummern werden weiterhin entsprechend des tatsächlichen Bedarfs betrieben und fortlaufend evaluiert.

Die KV Sachsen hebt insbesondere die außergewöhnlich hohe Bereitschaft der niedergelassenen Psychotherapeuten und Psychiater hervor, kurzfristig Kapazitäten zur Verfügung zu stellen und Betroffene zeitnah aufzunehmen.

Die Vorstände der KV Sachsen, Dr. med. Stefan Windau und Dr. med. Manuela Sipli, erklären hierzu: „Die Ereignisse in Leipzig haben viele Menschen tief erschüttert. Umso wichtiger war es, schnell, koordiniert und verlässlich Hilfe bereitzustellen. Die Rückmeldungen zeigen, dass unsere Maßnahmen sehr schnell gegriffen haben und Betroffene frühzeitig Unterstützung erhalten konnten. Unser besonderer Dank gilt den zahlreichen Psychotherapeuten und Psychiatern, die kurzfristig zusätzliche Kapazitäten geschaffen und mit großem persönlichem Engagement geholfen haben. Dieses gemeinsame Handeln war entscheidend, um in einer außergewöhnlichen Belastungssituation schnelle Hilfe und Orientierung zu ermöglichen.“

Die KV Sachsen sieht die erfolgreiche Umsetzung der Krisenversorgung zugleich als Beleg für die Leistungsfähigkeit der ambulanten Versorgungsstrukturen im Freistaat Sachsen. Die enge Zusammenarbeit zwischen 116117-Patientenservice, Vertragspsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten, psychiatrischen Praxen sowie den beteiligten Institutionen habe gezeigt, dass auch in akuten Großschadenslagen kurzfristig wirksame Unterstützungsangebote organisiert werden können.

V.i.S.d.P.: Dr. med. Stefan Windau
Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen

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