Absolventen des Modellprojekts „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ feiern ihren Studienabschluss.

Am gestrigen Donnerstagabend haben 19 Absolventen des Modellprojekts „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ ihren erfolgreichen Studienabschluss an der Universität im ungarischen Pécs im Rahmen des diesjährigen Festakts im Freiberger Tivoli nun auch in Sachsen begangen.

Nach den Feierlichkeiten an der Universität in Pécs, zu der die angehenden Mediziner ihr Diplom und das Berufsdoktorat „dr. med.“ für ihren Abschluss verliehen bekommen haben, folgte nun auch die offizielle Würdigung der Nachwuchsärzte durch die KV Sachsen und das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) in der Heimat der Absolventen.
Die jungen Nachwuchsärzte stammen aus allen Regionen des Freistaats und werden nun nach der Erlangung ihres Universitätsabschlusses in Deutschland approbiert und starten in den nächsten Monaten ihre fünfjährige Weiterbildung vorwiegend zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen.

Alle Absolventen dieses Jahrgangs konnten ihr Studium mit herausragenden akademischen Leistungen abschließen. Sämtliche Mediziner erhielten dabei die Auszeichnung „summa cum laude“ oder „cum laude“. Darüber hinaus wurden fünf von ihnen mit dem „Elisabeth-Ring“ geehrt – dem goldenen Ehrenring der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs, der an Absolventen verliehen wird, die ihr Studium mit der Bestnote „summa cum laude“ abschließen.

Das im Jahr 2013 von der KV Sachsen initiierte und seit 2020 in Kooperation mit dem Sächsischen Sozialministerium getragene Modellprojekt fördert jährlich bis zu 40 Studienplätze für Medizinstudierende, die sich verpflichten, im Anschluss an ihr Studium in Ungarn und den erfolgreichen Facharztabschluss in den ländlichen Regionen Sachsens außerhalb der Städte Leipzig, Markkleeberg, Dresden und Radebeul hausärztlich tätig zu werden.

Derzeit befinden sich insgesamt 65 Absolventen aus diesem Modellprojekt, in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen. Acht junge Fachärzte sind bereits in der vertragsärztlichen Versorgung tätig. Die KV Sachsen und das Sächsische Sozialministerium gratulieren allen Absolventen herzlich zu ihrem erfolgreichen Studienabschluss und wünschen ihnen weiterhin alles Gute auf ihrem beruflichen Weg als Mediziner.

Dr. med. Manuela Sipli, stellv. Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen: „Das Modellprojekt ‚Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen‘ ist eine wichtige Investition in die ambulante Versorgung von morgen. Entscheidend ist, dass die angehenden Mediziner nach ihrer Ausbildung den Weg in die vertragsärztliche Niederlassung finden. Nur mit ausreichend Ärzten lässt sich die ambulante medizinische Versorgung in Stadt und Land langfristig und patientenorientiert sichern. Die KV Sachsen unterstützt deshalb Maßnahmen, um den ärztlichen Nachwuchs langfristig für Sachsen und die Niederlassung zu gewinnen. Den diesjährigen Absolventen wünschen wir einen guten Start in die fachärztliche Weiterbildung.“

Gesundheitsministerin Petra Köpping: „Es ist schön, dass wir wieder Absolventinnen und Absolventen aus dem innovativen Nachwuchsprogramm der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen zurück in der Heimat begrüßen können. Besonders freue ich mich, dass dieses Jahr erstmalig unter den Absolventinnen und Absolventen auch einige dabei sind, welche vom Sächsischen Sozialministerium finanziert wurden. Die zusätzlichen Medizinstudienplätze in Ungarn ermöglichen vielen junge Menschen ihren verantwortungsvollen Traumberuf zu erlangen. Gleichzeitig leisten sie insbesondere für die zukünftige hausärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen Sachsens einen wichtigen Beitrag. Ich wünsche allen Absolventinnen und Absolventen alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt, vor allem bei der fachärztlichen Weiterbildung.“ 
 

V.i.S.d.P.: Dr. med. Stefan Windau
Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen
 

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