Für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten schafft die Weiterentwicklung des 116 117 Terminservice einen spürbaren Mehrwert im Praxisalltag.

Ein Klick, ein Code, ein Termin – Strukturierte Terminvermittlung aus dem PVS

Bereits heute können Vermittlungscodes für die 116 117 direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) generiert und auf eine Überweisung oder auf die „Individuelle Patienteninformation“ (PTV 11) nach einer ambulanten psychotherapeutischen Sprechstunde gedruckt werden.

Mit der aktuellen Funktionserweiterung geht der Prozess nun einen entscheidenden Schritt weiter: Sofern die Einwilligung des Patienten vorliegt, können die für die Terminvermittlung erforderlichen Daten direkt und digital aus dem PVS an den Terminservice der 116 117 übermittelt werden.

Damit stehen den Praxen und Terminservicestellen relevante Informationen – Name, Geburtsdatum, Anschrift, gewünschte Fachrichtung sowie der Überweisungsgrund – strukturiert und ohne Zeitverzug zur Verfügung. Die Fachrichtung kann dabei nicht nur allgemein, sondern differenziert bis auf Ebene von Leistungsmerkmalen spezifiziert werden. Über einen hinterlegten Katalog aus Fachgebieten, Teilgebieten und Zusatzqualifikationen lassen sich Anforderungen präzise definieren, sodass Termine noch passgenauer vermittelt werden können.

Konkrete Vorteile für Praxen und Terminservicestelle:

  • deutlich verbesserte Datenqualität im Vermittlungsprozess

  • effizientere Terminvergabe durch strukturierte Informationsübermittlung

  • digitale Bereitstellung aller relevanten Informationen auch für die aufnehmende Praxis

  • Buchungsprozess wird schlanker, sicherer und weniger fehleranfällig

Transparenz mit einem Klick – No-Show-Dokumentation im 116 117-Terminservice

Im Terminservice der 116 117 steht Praxen eine strukturierte und anwenderfreundliche Möglichkeit zur Verfügung, Nichterscheinen von Patientinnen und Patienten zu dokumentieren.

Erscheint ein Patient nicht zu einem gebuchten Termin, kann dies unmittelbar im System hinterlegt werden: Der entsprechende Termin wird ausgewählt und in der Detailansicht mit nur einem Klick als „No-Show – Patient nicht erschienen“ gekennzeichnet. Die konsequente Erfassung von No-Shows ist dabei nicht nur organisatorisch sinnvoll, sondern auch gesundheitspolitisch relevant. Sie hat unmittelbaren Einfluss auf den Vermittlungsanspruch der Patientinnen und Patienten im Terminservice und trägt dazu bei, das solidarisch finanzierte System der Terminvergabe fair und funktionsfähig zu halten.

Nicht wahrgenommene Termine binden knappe ärztliche Ressourcen und verschärfen Versorgungsengpässe. Eine systematische Dokumentation schafft Transparenz und ermöglicht, basierend auf einer belastbaren Datengrundlage, eine differenzierte Steuerung im Vermittlungsprozess. 

Gerade vor dem Hintergrund steigender Inanspruchnahme und begrenzter Terminressourcen unterstützt die strukturierte No-Show-Erfassung die Funktionsfähigkeit des Terminservice insgesamt.

Softwarehersteller sind verpflichtet, diese Funktionen seit dem 1. Oktober 2025 in ihren Systemen bereitzustellen. Praxen profitieren somit flächendeckend von einer standardisierten, digital gestützten Terminvermittlung, die sowohl administrative Abläufe optimiert als auch die Patientensteuerung nachhaltig verbessert.

Tipp

Um Sie bei der Nutzung des 116 117 Terminservice bestmöglich zu unterstützen, stehen ausführliche Anleitungen und Videotutorials im Internetauftritt der KV Sachsen bereit. Bei Fragen oder wenn Sie Unterstützung direkt in Ihrer Praxis benötigen, hilft Ihnen der 116 117 Terminservice Support gerne weiter, sodass Sie alle Funktionen effizient nutzen und Ihre Abläufe optimal gestalten können.