Ein Innovationspreis für „Ausgezeichnete Gesundheit 2026“ ging in diesem Jahr nach Sachsen!

Wir freuen uns sehr, dass unsere Mobile Untersuchungs- und Behandlungseinheit (MUBE) nicht nur die augenärztliche Versorgung in Südwestsachsen sichert, sondern dafür auch außerhalb Sachsens gewürdigt wird. 

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat am 25. März 2026 drei herausragende Initiativen aus der ambulanten Versorgung mit dem Titel „Ausgezeichnete Gesundheit 2026“ prämiert. Insgesamt neun regionale Beispiele innovativer Versorgung aus den Kassenärztlichen Vereinigungen standen in den Kategorien „Versorgung digital“, „Versorgung akut“ und „Versorgung vernetzt“ zur Auswahl. Jede Initiative wurde in einem Kurzvortrag von vier Minuten vorgestellt. Über die Vergabe der Auszeichnungen in den drei Kategorien stimmten die rund 250 Gäste aus Ärzteschaft, Politik und Wissenschaft im Allianz Forum in Berlin-Mitte live ab. Anschließend diskutierte je ein Vorstand einer Kassenärztlichen Vereinigung mit einem Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag über den Innovationscharakter der ausgezeichneten Initiativen sowie über die aktuellen Herausforderungen in der vertragsärztlichen Versorgung. Im Fokus standen dabei die vorgestellten innovativen Blaupausen bei der Digitalisierung, in der Akut- und Notfallversorgung sowie bei der Verbesserung der interdisziplinären Zusammenarbeit.

MUBE erreichte Platz 1

Der erste Preis in der Rubrik „Versorgung digital“ ging an das Projekt „Mobile Untersuchungs- und Behandlungseinheit (MUBE) – augenmedizinische Versorgung im ländlichen Raum“ der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen. Carmen Baumgart, Ressortleiterin Vertragsärztliche Versorgung der KV Sachsen, präsentierte in ihrem Vortrag nicht nur alles Wissenswerte zur Untersuchung und Behandlung in der MUBE, sondern gab auch einen Einblick in die Projektumsetzung inklusive umfangreichen Bildmaterials.  

Die MUBE ist eine modern ausgestattete mobile Augenpraxis zur Versorgung ländlicher Regionen. In einem speziell ausgestatteten Container ermöglicht sie wohnortnahe Routineuntersuchungen und reduziert damit Anfahrtswege sowie Wartezeiten. Speziell geschultes nichtärztliches Personal führt vor Ort notwendige Untersuchungen mit bildgebender Diagnostik durch. Diese werden anschließend per Videosprechstunde ärztlich ausgewertet. In Zusammenarbeit mit den umliegenden Augenkliniken werden ärztliche Ressourcen effizient genutzt und Akutpatienten bei Bedarf gezielt weiterbehandelt. Ziel ist es, Versorgungsdefizite zu verringern und Praxen durch die Übernahme von Routineuntersuchungen zu entlasten.

Alle Informationen für Patienten und potenzielle Kooperationspartner erhalten Sie auf der Website der MUBE.

Weitere Preisträger

Platz 1 in der Session „Versorgung akut“ hat sich die Initiative „docdirekt – Die neue digitale Versorgungsplattform“ der KV Baden-Württemberg gesichert. Seit November 2025 ermöglicht die digitale Versorgungsplattform einen 24/7-Zugang zum Patientenservice 116117 und vernetzt alle Akteure der Akutfallversorgung. Relevante Patientendaten stehen so jederzeit direkt am Point of Care bereit. Durch die Integration des 116117-Terminservice wird eine nahtlose hybride Versorgung gewährleistet – inklusive schneller Weitervermittlung in die Präsenzbehandlung einer Vertragsarzt- oder Bereitschaftsdienstpraxis, wenn nötig. Herzstück ist die digitale Ersteinschätzung, die eine Chatbot-Version der Software SmED Patient nutzt, die in den 17 Kassenärztlichen Vereinigungen die telefonische Ersteinschätzung unterstützt. Sie gibt eine passgenaue Behandlungsempfehlung zum richtigen Zeitpunkt und zur richtigen Versorgungsebene. Die Plattform wird kontinuierlich weiterentwickelt, etwa durch die Integration von eFunktionalitäten wie Abrechnung, Dokumentation und TI-Fachdiensten.

In der Sparte „Versorgung vernetzt“ ging das Versorgungsmodell „Satellitenpraxis von Kinderärzten in Brandenburg“ der KV Brandenburg als Sieger hervor. Die beiden Pädiater Dr. Anna Kieslich und Dr. Matthias Fröhlich haben in Gransee eine Satellitenpraxis für Kinder- und Jugendmedizin eröffnet und stärken damit die ambulante Versorgung im Nordwesten Oberhavels. Ergänzend zur Hauptpraxis in Hohen Neuendorf schließen sie gezielt eine Versorgungslücke. Das Angebot umfasst neben der regulären kinderärztlichen Betreuung auch präventive Beratung mit telemedizinischer Anbindung sowie den Aufbau eines multidisziplinären Netzwerks für eine umfassende medizinische und sozialpädiatrische Versorgung.

Videoaufzeichnung veröffentlicht

Das Zi hat zu diesem Veranstaltungsformat bereits zum achten Mal eingeladen. Alle diesjährigen Preisträger „Ausgezeichnete Gesundheit 2026“, weitere Informationen sowie die komplette Aufzeichnung des Abends finden Sie auf der Event-Website des Zi.

– Nach Informationen des Zi –

Weitere Informationen:

Event-Website des Zi

Website der MUBE

Foto: © axentis/Lopata