Dr./Univ. Skopje Simo Murovski leitet das MVZ Augenzentrum Erzgebirge mit fünf Standorten, elf Ärzten und über 70 nichtärztlichen Mitarbeitern. Der seit 2012 niedergelassene Facharzt für Augenheilkunde bietet bereits seit 2019 teleophthalmologische Sprechstunden an. Im Gespräch erzählte er uns von den Anfängen des Projekts, der Umsetzung in der Praxis und den Reaktionen der Patienten. Außerdem schilderte uns Dr. Katharina Geidel ihre Erfahrungen mit der Teleophthalmologie in ihrer Einzelpraxis.
Herr Dr. Murovski, Sie waren sozusagen der Vordenker des teleophthalmologischen Modells. Was war damals der ausschlaggebende Impuls, dieses Modell auszurollen?
Die Idee entstand 2018 auf Initiative der Landesregierung. Es wurden Vorschläge formuliert, mit denen die Versorgung in ländlichen Regionen verbessert werden sollte. In diesem Rahmen ist die KV Sachsen auf mich zugekommen. Wir hatten damals eine Personalengstelle, aber gleichzeitig immer mehr Anfragen von Patienten. Daraus entstand dann die Idee einer asynchronen teleophthalmologischen Sprechstunde, durch die wir mehr Effizienz und freie Kapazitäten schaffen und stillgelegte Ressourcen nutzen konnten. Da dies deutschlandweit das erste Projekt dieser Art war, gab es einige Hürden zu überwinden. Aber durch die gute Koordination mit der KV Sachsen, den Krankenkassen und dem Sozialministerium haben wir für unser Konzept letztlich auch von der Landesärztekammer grünes Licht bekommen.
Wie ging es dann weiter?
Bei der Umsetzung war es oberste Priorität, die Sicherheit der Patienten und alle medizinischen Standards einzuhalten. 2019 ging das Pilotprojekt in unserer Region an den Start. Nach einer Aufklärung und Einverständniserklärung konnten zunächst uns bekannte Patienten mit Diabetes mellitus oder Glaukom teleophthalmologisch untersucht werden. Nach einer Zwischenauswertung des Pilotprojekts, die die Sicherheit, Standardisierung und die Nichtunterlegenheit gegenüber der Standarduntersuchung bestätigte, wurde das Modell sachsenweit ausgeweitet. Anfangs durften nur Patienten mit Diabetes mellitus teleophthalmologisch untersucht werden, die sich zuvor persönlich in unserer Praxis vorgestellt hatten und unseren Ärzten bereits bekannt waren. Diese Bedingung entfiel später – heute genügt eine Überweisung durch den Hausarzt oder Diabetologen.
Die teleophthalmologische Sprechstunde hat sich als fester Bestandteil in der Praxis etabliert und wir bieten sie gerne an, da wir sowohl für unsere Patienten als auch für die Praxis nur Vorteile sehen. 2025 hatten wir über 3.000 Termine in der teleophthalmologischen Sprechstunde, was heißt, dass wir gleichzeitig auch 3.000 Termine mehr in der klassischen Sprechstunde anbieten konnten.
In der teleophthalmologischen Sprechstunde delegieren Sie bestimmte Messungen an Ihr Personal. Wie haben Sie Ihr Team darauf vorbereitet?
Die Messungen übernehmen ausgewählte angestellte Mitarbeiter, die eine Ausbildung im Bereich der Augenoptik haben und vorab im Umgang mit den Geräten und den Patienten geschult wurden. Da sie bereits umfangreiche Erfahrung aus der klassischen Sprechstunde sowie fundierte Grundkenntnisse aus ihrer Ausbildung mitbrachten, verlief die Umstellung problemlos.
Und wie sicher fühlen Sie sich selbst bei der rein digitalen Befundung am Monitor?
Wir Ärzte spüren bei der digitalen Befundung keinerlei Nachteil – im Gegenteil. Die eingesetzte Hard- und Software liefert Bilder mit extremer Detailauflösung, wie zum Beispiel eine umfangreiche Darstellung der Netzhautperipherie, und bietet Funktionen, die in der klassischen Sprechstunde so nicht verfügbar sind: Bilder lassen sich übereinanderlegen, Verläufe direkt vergleichen und verschiedene Parameter objektivieren. So können wir das Auge umfassend beurteilen, die Gewebestrukturen von Interesse darstellen und im Verlauf selbst kleinste Veränderungen erkennen. Das funktioniert aus meiner Sicht sogar besser als die klassische Herangehensweise, bei der die Dokumentation zwangsläufig reduzierter und subjektiver ausfällt.
Wie kann die Qualität gesichert werden, wenn der Arzt den Patienten nicht immer persönlich sieht?
Der gesamte Untersuchungsablauf ist hochgradig standardisiert. Die Technologie ermöglicht eine umfassende Befunderhebung, Speicherung und Auswertung, und die Abläufe für das nichtärztliche Personal sind klar strukturiert: Ein Fragebogen gewährleistet die systematische Anamnese, ergänzt durch ein einheitliches Untersuchungsprotokoll. Dadurch entsteht sogar ein Qualitätsgewinn. Der Befund wird anschließend postalisch an die Patienten übermittelt; die überweisenden Hausärzte und Diabetologen erhalten ihn per KIM.
Wie reagieren Ihre Patienten darauf, dass die Voruntersuchung komplett durch qualifiziertes nichtärztliches Personal erfolgt?
Die Akzeptanz durch die Patienten war von Anfang an sehr gut. Die Vorteile liegen auf der Hand und lassen sich leicht vermitteln: Einsatz modernster Technologie, Vermeidung von Terminausfällen, Termine auch am späten Nachmittag sowie eine Gesamtdauer der Untersuchung von nur 20 Minuten ohne Wartezeiten. Eine von uns vor einigen Jahren durchgeführte anonymisierte Umfrage zur subjektiven Wahrnehmung der Behandlungsqualität ergab, dass die allermeisten Patienten diese als gut bis sehr gut einschätzten. Das zeigt sich auch in der anhaltend regen Nutzung der teleophthalmologischen Sprechstunde.
Im Rahmen der „Förderung konservativer teleophthalmologischer Leistungen von Augenärzten“ ist das Ziel mindestens 200 zusätzliche Fälle pro Quartal. Wie stellt dieses Modell sicher, dass die Mehrleistung nicht zu einer Überlastung des ärztlichen Personals, sondern zu einer echten Entlastung führt?
Die Zielgröße von 200 Fällen wird nicht durch ärztliche Mehrarbeit erreicht, sondern durch die Delegation der zeitintensiven Voruntersuchungen an hochqualifiziertes Fachpersonal. Für die Ärzte reduziert sich der Aufwand auf die reine, asynchrone Befundung der digitalen Bilddaten. Da wir somit physische Präsenz einsparen, schaffen wir echte freie Kapazitäten in der klassischen Sprechstunde. Für unsere Ärzte geht das Modell zudem mit einer hohen Flexibilität einher, da sie diese reine Befundauswertung auch zeitunabhängig im Homeoffice erledigen können.
Die Zuschläge im Rahmen der Förderung klingen zunächst gut. Aber natürlich muss die Praxis auch in die notwendige teure Apparatur investieren. Rechnet sich das überhaupt für eine durchschnittliche Augenarztpraxis in Sachsen?
Die Förderung geht in die richtige Richtung – die Zuschläge sind ein wichtiger Schritt. Ob sich das für die einzelne Praxis rechnet, muss aber jeder für sich kalkulieren. Ich kann allen Kollegen nur empfehlen, sich die Sache in Ruhe anzusehen – den Vertrag und die eigene Ausgangssituation – und auf dieser Grundlage eine informierte Entscheidung zu treffen. Nach unserer Erfahrung trägt sich das Angebot in jeder Hinsicht. Bei Interesse stehe ich gerne als Gesprächspartner zur Verfügung, um Kollegen bei dieser Entscheidung zu unterstützen.
Kritiker befürchten einen Verlust der Arzt-Patienten-Bindung. Wie reagieren Sie auf den Vorwurf, das persönliche Gespräch werde durch digitale Medizin ersetzt?
Empathie und das persönliche Gespräch sind das Fundament unseres Berufs – darauf baut alles auf. Gerade deshalb muss man die Frage differenziert betrachten. Es geht nicht darum, auf Zuwendung zu verzichten, sondern sie gezielt einzusetzen: zu triagieren, statt Aufmerksamkeit mit der Gießkanne zu verteilen – situations- und bedarfsgerecht. Beim Screening lautet die Frage: Habe ich eine diabetische Retinopathie oder nicht? Das ist eine standardisierbare Leistung. Und die Patienten sind dabei nicht allein in einer menschenleeren Kammer – sie haben in der geschulten Fachkraft einen Ansprechpartner und bei Bedarf den kurzen Weg zum Arzt. Genau dadurch gewinnen wir Zeit für die Patienten, die das persönliche Gespräch wirklich brauchen: Menschen mit schwerwiegenderen Diagnosen, die neben der medizinischen Versorgung auch menschliche Begleitung durch ihre Erkrankung und Behandlung benötigen. Die digitale Medizin verdrängt die Zuwendung also nicht – sie schafft Raum dafür.
Dem gegenüber steht eine sich verschärfende Versorgungssituation: Die Bevölkerung wird älter, die Zahl der Ärzte und Praxen sinkt, der Kostendruck steigt. Wer persönliche Zuwendung erhalten will, muss die Routine effizienter gestalten.
Ist dieses Modell eine Antwort auf den Fachkräftemangel auf dem Land oder wird dies vielleicht bald zum Standard auch in jeder städtischen Praxis gehören?
Das Problem der ländlichen Versorgung ist sehr komplex – im Grunde eine politische und gesellschaftliche Frage. Unser Projekt hat nicht den Anspruch, das zu lösen. Es ist ein kleiner Beitrag und eine Entwicklung in die richtige Richtung. In diesem Fall ist der Versorgungsumfang überschaubar – beschränkt auf Patienten mit zwei Diagnosen in einer begrenzten Region. Damit ist aber die Bedeutung und Relevanz eines solchen Pilotprojekts nicht ausgeschöpft. Es enthält Hinweise und Aspekte, die viel tiefgreifender sind und letztlich die Frage berühren, wie wir als Gesellschaft die Primärversorgung neu definieren.
Nehmen wir die Mydriasis bei der Kontrolle von Diabetespatienten: In der klassischen Sprechstunde wird dafür meist die Pupille weitgetropft – mit längerer Wartezeit und der Folge, dass der Patient danach stundenlang weder Auto fahren noch arbeiten kann und mitunter eine Begleitperson braucht, die sich ebenfalls freinehmen muss. In der teleophthalmologischen Sprechstunde entfällt das, und die Untersuchung erfolgt wohnortnah. Für eine an sich kurze Kontrolle geht so kein ganzer Arbeitstag mehr verloren – oder Millionen von Arbeitstagen, wenn man es hochrechnet. Flächendeckend gedacht (bei einer Typ-2-Diabetes-Prävalenz von rund 8,6 Prozent in Deutschland) läge der Nutzen für Patienten, Versorgung und Volkswirtschaft auf der Hand.
Abschließend geht es um die Patienten auf dem Land, die eine augenärztliche Versorgung brauchen: um Integration und Kommunikation, um einen Versorgungspfad, der um den Patienten herum aufgebaut ist und seinetwegen existiert und zugleich kosteneffektiv ist. Wissenschaft und Technologie können das heute bereits leisten; die Möglichkeiten sind vorhanden. Es tut sich vielmehr eine Kluft auf – zwischen dem, was gebraucht wird und künftig noch stärker gebraucht werden wird, und einem System, das mit alten Strukturen hoffnungslos versucht, Schritt zu halten. Was fehlt, sind Fokus, Mut und Wille – nicht in der Medizin oder Technik, sondern in der Politik und in der Gesellschaft.
Was können Sie Kollegen mitgeben, die mit dem Gedanken spielen, die Teleophthalmologie in ihrer Praxis einzuführen?
Ich kann jeden ermutigen, sich mit der Teleophthalmologie zu beschäftigen. Ich verstehe, wenn man zögert und unsicher ist, ob der Vertrag zur Förderung um ein weiteres Jahr verlängert wird. Aber auch ohne die Förderung bestehen Vorteile für die Praxis, auch wenn sich diese vielleicht nur indirekt auf die Vergütung auswirken. Außerdem: Je mehr Kollegen mitmachen, desto besser die Grundlage für die Verhandlungen mit den Krankenkassen – und desto besser stehen die Chancen für die Zukunft der augenärztlichen Versorgung.
„Die Akzeptanz durch die Patienten war von Anfang an sehr gut.“

Dr./Univ. Skopje Simo Murovski
„Die eingesetzte Hard- und Software liefert Bilder mit extremer Detailauflösung und bietet Funktionen, die in der klassischen Sprechstunde so nicht verfügbar sind.“

Teleophthalmologie-Mitarbeiterinnen
FÖRDERUNG KONSERVATIVER TELEOPHTHALMOLOGISCHER LEISTUNGEN VON AUGENÄRZTEN
Höhe und Umfang
Zuschlag von 20 Euro je teleophthalmologischem Behandlungsfall
zusätzlich Zuschlag von 15 Euro, wenn kein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt vorliegt
im Jahr 2026 zusätzlich weitere 10 Euro, wenn kein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt vorliegt
Voraussetzungen
Erfüllen der Teilnahmevoraussetzungen durch den Arzt und die Patienten
vollständig ausgefüllte und unterzeichnete Teilnahmeerklärung
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung konnten sich interessierte Augenärzte bereits am 31. März 2026 über die Förderung der Teleophthalmologie informieren und sich mit Herrn Dr. Murovski austauschen. Zunächst wurden durch die KV Sachsen die Teilnahmevoraussetzungen, die delegierbaren sowie die vom Arzt zu erbringenden Leistungen und die Abrechnung vorgestellt. Danach gab Herr Dr. Murovski einen Einblick in das Projekt und die Umsetzung in seiner Praxis und beantwortete alle Fragen der Anwesenden. Auch weitere Teilnehmende schilderten ihre Erfahrungen mit der Teleophthalmologie. Eine davon ist Dr. Katharina Geidel, Fachärztin für Augenheilkunde in Eilenburg, der wir ebenfalls einige Fragen stellen durften:
Frau Dr. Geidel, Sie führen eine rein konservative Einzelpraxis. Was hat Sie dazu bewogen, die Teleophthalmologie in Ihren Praxisalltag zu integrieren, anstatt ausschließlich beim klassischen „Arzt-Patienten-Kontakt“ zu bleiben?
Zum Zeitpunkt der Freigabe des Projekts für alle interessierten Augenarztpraxen kehrte gerade eine sehr fähige Medizinische Fachangestellte mit zum Anforderungsprofil passender Ausbildung aus der Elternzeit in meine Praxis zurück.
Außerdem sehe ich durch die Teleophthalmologie große Vorteile für die Patienten, aktuell besonders in der Vergabe kurzfristiger Termine. Unsere Praxis liegt in einer Kleinstadt – viele Patienten kommen aus einem dörflichen Umfeld. Da ist besonders ein Termin ohne medikamentöse Mydriasis zur Netzhautuntersuchung – der also mit dem Auto wahrgenommen werden kann – ein großer Gewinn.
Weiterhin ist trotz guten Terminmanagements ein persönliches Gespräch zeitlich nie absehbar. Dort trägt die Teleophthalmologie zu kurzen Wartezeiten während eines Arztbesuchs bei.
Als Einzelpraxis haben Sie ein eingespieltes, aber eher kleineres Team. Wie schwer fiel die Umstellung, bestimmte Messungen komplett auf Ihre MFA oder Optometristen zu delegieren?
Abgesehen von der Spaltlampenfotografie wurden auch schon vorher alle erforderlichen Untersuchungen durch meine Mitarbeiterinnen durchgeführt. Das Erlernen der Kameraführung stellte eine kleine Hürde dar, die aber aufgrund der großen Lern- und Einsatzbereitschaft meiner MFA schnell gemeistert wurde. Problematischer sehe ich die vorgeschriebenen beruflichen Qualifikationen für das durchführende Personal. So muss zum Beispiel eine MFA mindestens fünf Jahre in einer Augenarztpraxis tätig gewesen sein, wohingegen ein Optiker oder Physician Assistant direkt nach Abschluss der Ausbildung zur Durchführung der gleichen Tätigkeiten berechtigt ist. In kleinen Landpraxen gibt es aber auch Quereinsteiger, die leider trotz hohen Engagements und vorhandener Fähigkeiten aufgrund der formalen Anforderungen nicht zum Projekt beitragen können.
Derzeit erproben wir die Durchführung der Untersuchung durch eine gelernte Krankenschwester, welche für mich seit über drei Jahren tätig ist. Aus meiner Sicht wäre dies nach intensiver Einweisung ein pragmatischer Ansatz, welcher dazu beitragen kann, das Projekt in die Zukunft zu tragen – natürlich unter Beibehaltung der hohen Anforderungen an die Qualität der Untersuchung.
In der Vereinbarung zur Förderung ist von 200 zusätzlichen Fällen pro Quartal die Rede. Ist das für eine Einzelpraxis überhaupt realistisch oder führt das eher zu Stress bei der Befundung am Abend?
Derzeit nutze ich die Teleophthalmologie in der Hauptsache für meine Glaukompatienten. Auch die zu screenenden Diabetiker sind teilweise praxisbekannt. Dies zusammen mit der festen Struktur der Dokumentation vom Anamnesebogen bis zum fertigen Arztbrief führt zu einem für den alltäglichen Praxisbetrieb handhabbaren Arbeitsaufwand.
Die durch die Aufnahme der Bestandspatienten in das Teleophthalmologieprogramm frei werdenden Sprechstundentermine vergeben wir an Neupatienten. Allerdings ist die durch die Verschiebung frei werdende Sprechstundenzeit für die aufwendigere Erstuntersuchung von ebenso vielen Neupatienten unzureichend.
Sie behandeln viele chronische Patienten mit Diabetes oder Glaukom. Wie vermitteln Sie diesen Patienten, dass die Qualität der Untersuchung gleich bleibt, auch wenn Sie bei der Bildaufnahme nicht physisch im Raum sind?
Die Glaukompatienten werden im Rahmen eines regulären Termins auf die Sprechstunde angesprochen. Von diesen nehmen über 90 Prozent gerne die neuen Diagnostikmöglichkeiten wahr. Bedenken bezüglich der Qualität werden dabei von den wenigsten geäußert. Als größter Hinderungsgrund für die Patienten stellt sich vielmehr das fehlende persönliche Arztgespräch dar. Dem gegenüber steht als größte Motivation zur Teilnahme am Projekt der bereits angesprochene Verzicht auf die medikamentöse Mydriasis sowie die kurze Praxisverweildauer.
Was ist für Sie der größte Vorteil der Teleophthalmologie: Die gewonnene Zeit für Akutfälle in der Praxis oder die modernere Diagnostik für Ihre Chroniker?
Wie ausgeführt wird der Zeitgewinn durch die geforderte Anzahl Neupatienten mehr als aufgebraucht.
Der große Vorteil liegt in der durch Spaltlampenfotografie und Weitwinkel-Fundusfotografie qualitativ hochwertigen modernen Diagnostik. Sie hebt uns von den in Optikergeschäften durchgeführten Screeningprogrammen ab und verbessert die Versorgung für Patienten in ländlichen Gebieten deutlich.
Perspektivisch wird diese Untersuchungsart absehbar schon alleine aufgrund der geplanten gesetzlichen Einschränkung der Patientenversorgung an Bedeutung gewinnen. Ich plädiere daher für eine vorausschauende Fortsetzung dieses deutschlandweit einmaligen und zukunftsweisenden Programms.
„Der große Vorteil liegt in der qualitativ hochwertigen modernen Diagnostik.“

Dr. Katharina Geidel
Kommunikation/rab