Für sein Engagement um das Ansehen der Ärztinnen und Ärzte wurde Dr. Claus Vogel zum Deutschen Ärztetag mit der Paracelsus-Medaille ausgezeichnet.

Für ihr herausragendes Engagement um das Ansehen der Ärztinnen und Ärzte wurden am 16. Mai 2023 zum Deutschen Ärztetag in Essen Dr. Cornelia Goesmann, Dr. Claus Vogel und Dr. Leon Weintraub mit der Paracelsus-Medaille ausgezeichnet.

Mit der höchsten Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft würdigt die Bundesärztekammer Leistungen in Wissenschaft, Standes- und Berufspolitik.

Dr. Claus Vogel, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Allergologie (ehemals niedergelassen in Leipzig), wurde für sein Engagement beim Übergang des DDR-Gesundheitssystems nach der Wiedervereinigung ins BRD-System gewürdigt.

Dr. Vogel war Gründungsmitglied der KV Sachsen und von 2014 bis 2016 stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Von 1995 bis 2015 war er Mitglied der Kammerversammlung und Vorstandsmitglied der Sächsischen Landesärztekammer und dort unter anderem von 2001 bis 2015 Vorsitzender des Finanzausschusses. Von 2005 bis 2013 war er auch Regionalausschussvorsitzender der Bezirksgeschäftsstelle Leipzig der KV Sachsen.

Mit seinem unermüdlichen Einsatz und seiner vorbildlichen ärztlichen Haltung hat sich Claus Vogel um die Förderung des Gesundheitswesens, den Berufsstand der deutschen Ärzteschaft sowie um das Gemeinwohl in der Bundesrepublik Deutschland in ganz besonderer Weise verdient gemacht, heißt es in der Laudatio zur Medaillenverleihung. Mit hohem persönlichen Einsatz hat er dazu beigetragen, dass die ärztliche Selbstverwaltung auch und gerade in der fragilen Nachwendezeit funktioniert hat und die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu jeder Zeit gewährleistet war. Dabei war für ihn selbstverständlich, dass die Ärzteschaft als Einheit auftritt und mit einer Stimme für ihre Belange kämpft.

Sein Motto ist: Nur gemeinsam ist man stark. Stets hat er sich vor diesem Hintergrund auch darum bemüht, dass KV und Ärztekammer mit einer Stimme sprechen. Spaltungsbestrebungen – von welcher Seite auch immer – ist er mit Vehemenz entgegengetreten. Auch Claus Vogel ist es zu verdanken, dass das Gesundheitswesen in der fragilen Zeit des Umbruchs stets funktionierte, um die gute Versorgung der Patientinnen und Patienten zu jeder Zeit zu gewährleisten.

In all den Jahren seines berufspolitischen Engagements konnten alle, die mit Dr. Vogel zusammengearbeitet haben, ihn als kommunikationsfreudigen Kollegen und Standespolitiker erleben und auch seinen konstruktiven Arbeitsstil schätzen lernen, schrieb Dr. Sylvia Krug in den KVS-Mitteilungen 12 / 2016 zu seiner Verabschiedung. Stets habe er die berufspolitische und damit weitgehend ehrenamtliche Tätigkeit für die Kolleginnen und Kollegen als Auftrag und Herausforderung, nicht jedoch als Belastung, empfunden.

Der heute 77-jährige ist stellvertretendes unparteiisches Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss.